Einfamilienhaus in 85435 Erding- Langengeisling, 3 K 138/22 (AG Erding)

Amtsgericht: | Landshut |
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Aktenzeichen: | 3 K 138/22 |
Objekttyp: | Einfamilienhaus |
Straße: | Reiherweg 6 |
PLZ Ort: | 85435 Erding- Langengeisling |
Verkehrswert: | 490.000,00 EUR |
Termin: | 13.05.2025 14:00 Uhr |
Zuschlag ab: | keine Angabe |
Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Terminsbestimmung
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Kartenausschnitt
Das Amtsgericht Landshut weist darauf hin, dass die Sachverständigen zur Objektauskunft nicht befugt sind; das vollständige Gutachten kann im Amtsgericht eingesehen werden; weder das Amtsgericht Landshut noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Internetveröffentlichung.
Auszug aus dem
Gutachten
des Sachverständigen über den Verkehrswert (Marktwert) des bebauten Grundstücks mit der in 85435 Erding- Langengeisling, Reiherweg 6
- Grundbuch des Amtsgerichtes Erding von Langengeisling
- Blatt 2274
- Gemarkung Langengeisling
- Fl.Nr. 188 zu 417 m²
Verkehrswert (Marktwert): 490.000 €
Wertermittlungs- und Qualitätsstichtag: 1. März 2023
Grundstücksbeschreibung
Makrolage - Ortsbeschreibung Die Große Kreisstadt Erding mit knapp 37.000 Einwohnern liegt zwischen München und Freising.
Die Entfernung zur Landeshauptstadt München beträgt rd. 25 bis 30 km, die Nachbarstadt Freising ist rd. 18 km entfernt. Das Stadtzentrum der Landeshauptstadt München ist von Erding aus mit der S-Bahn zu erreichen (Fahrtzeit zum Stadtzentrum rd. 45 Minuten). Erding ist Oberzentrum und Sitz des Landratsamtes des Landkreises Erding.
Mikrolage Das Bewertungsobjekt liegt in einer Sackgasse (Reiherweg), die von der Alten Römerstraße nach Westen abzweigt. Das Bewertungsgrundstück liegt an der Nordseite der wenig befahrenen Anliegerstraße und wird von Süden erschlossen.
Die Umgebung ist von Wohnbebauung unterschiedlicher Bauzeit geprägt. Im Norden schließen unbebaute Grün- und Ackerlandflächen an.
Grundstücksmerkmale Das knapp 20 m breite und ca. 21 m tiefe, nahezu quadratische Grundstück ist weitgehend eben.
Das Wohnhaus steht an der Westseite grenzständig. Die Nebengebäude sind an der Ostseite grenzständig. Von der Wandaußenseite der Nebengebäude ist bis zur nördlichen Grundstücksgrenze ein Abstand von ca. 2 m gegeben. Im Südosten ist ein Zufahrts- und Hofbereich auf dem Grundstück.
Ver- und Entsorgung Das Bewertungsgrundstück ist an den öffentlichen Kanal angeschlossen. Versorgungsanschlüsse, wie Strom-, Wasser- und Telefonanschluss sind am Grundstück gegeben.
Erschließung Der Reiherweg ist ein asphaltierter Weg mit Beleuchtung und Entwässerung. Gehwege sind nicht angelegt. Der befestigte Weg endet zwischen den Grundstücken Reiherweg 5 und 8 und mündet in einen Feldweg. Für die Bewertung wird ein erschließungsbeitragsfreier Zustand zugrunde gelegt.
Gebäudebeschreibung
Das unterkellerte Wohnhaus wurde Ende der 1950er Jahre in konventioneller Massivbauweise errichtet. Das Wohnhaus wird im Nordosten über einen kleinen Vorbau erschlossen. Innerhalb dieses Vorbaus ist auch das Kellergeschoss des Wohnhauses über eine Betontreppe zugänglich, ein Teil des rückwärtig stehenden Nebengebäudes wird erschlossen und ein rückwärtiger Anbau, in dem eine Dusche, ein altes Waschbecken und ein Waschmaschinenanschluss vorhanden sind.
Wohnhaus
Baujahr: 1959
Rohbau
Konstruktion konventionelle Massivbauweise
Keller Boden: Beton (It. Planunterlage) auf Streifenfundamenten; Außenwände: It. Planangabe: 35 cm, Beton (It. Planzeichnung); Innenwände: Mauerwerk, 25 cm; Decken: Stahlbeton
Geschosse Außenwände: Mauerwerk 30 cm (It. Planunterlage); Innenwände: 12 cm (It. Planunterlage ); Holzbalkendecken (It. Planunterlage)
Dach Satteldach mit Ziegeldeckung, Holzdachflächenfenster im Bad,
Regenrinnen und Fallrohre
Fassade Putzfassade t westseitig asbesthaItige Fassadenplattenverkleidung
Haustechnik
- Heizung öl betriebene Heizung (Firma Buderus, Brenner, It. Aufschrift, Baujahr 2004), fünf ältere Kunststofföltanks- ohne Schutzwanne, Glieder- und Flachheizkörper
Warmwasserversorgung: zentral über die Heizungsanlage
Sanitäranlagen nördlicher Anbau: Waschmaschinenanschluss,
Elektroanlage übliche, der Bauzeit entsprechende Ausstattung an Schaltern und Steckdosen,
Ausbau
Fußböden Kellergeschoss: z.T. Betonböden, z.T. Fliesenbeläge; Erdgeschoss: ältere PVC-Beläge, Dachgeschoss: erneuerte Laminatbeläge. Erdgeschoss-Wohnung: Bad, ostseitig mit kleinem Fenster, stehendes WC mit Druckspüler, Waschbecken, Badewanne
Obergeschoss-Wohnung: Bad, ostseitig mit Dachflächenfenster, WC, Waschbecken, Badewanne
überalterte Ausstattung
Deckenunterseiten Kellergeschoss: zum Teil Beton mit Anstrich, z.T. Holzverkleidung, Leitungen unter der Decke verlegt; Erdgeschoss: Putz mit Anstrich bzw. Holzverkleidung, z.T. Paneeldecken im Dachgeschoss
Wandbekleidungen z.T. Holzverkleidungen, sonst überwiegend Putz mit Anstrich bzw. Tapeten,
ältere Fliesen im Bad im Erdgeschoss, Fliesen im Bad im Dachgeschoss
Fenster/Verglasung Kellergeschoss Metallgitterfenster in Betonlichtschächten. sonstige Fenster: z. T. alte Holzfenster, überwiegend Aluminiumfenster mit Vorbaurollläden, Gurtzug
Türen Hauseingangstür: Holztür beim Vorbau und Holztüre am Wohnhaus; Innentüren: Holzzargen, einfache glatte Türblätter (im Erdgeschoss mit Kunststofffolie überzogen), Standardbeschläge
Treppen Keller-/ Erdgeschoss: Betonmassivtreppe mit einfachem Holzhandlauf, Erd-/ Dachgeschoss: Holztreppe mit Holzgeländer im Treppenauge, Luke mit Einschubtreppe zum Dachraum
Einbauten keine wertrelevanten Einbauten
Nebengebäude
in konventioneller Massivbauweise errichtetes Nebengebäude, Holzverkleidung
im oberen Bereich, Betonboden, leicht geneigtes Pultdach, zwei
Garagenkipptore, eine Holztüre, Fenster mit Einfachverglasung
Außenanlagen
Einfriedung Jägerzaun entlang der Straße, massive Pfeiler, Gartentüren. zweiflügliges
Gartentor und Müllbox, kaum vorhandener Zaun an der Nordseite
Bewuchs Grasflächen
Sonstiges Holzkonstruktion mit Plexiglasüberdachung als Unterstand vor einer Garage
Zustand I Instandhaltung
Der Baubestand ist zum Teil noch aus der Bauzeit (1950er Jahre) geprägt (z.B. Holzzargen und -türen, Bad im Erdgeschoss, einige Holzfenster). Altersentsprechende Alterungserscheinungen und Gebrauchsspuren sind beim Baubestand gegeben. Das Wohnhaus wird über eine ältere Ölzentralheizung beheizt. Im Dachgeschoss wurden einige Renovierungsarbeiten durchgeführt, z.B. ein modernisiertes Bad.
Im Wesentlichen stellt sich die Bebauung in überaltertem, nicht mehr zeitgemäßen, renovierungsbedürftigen Zustand dar.